Dampfphosphatierung

Die Dampfphosphatierung ist ein chemischer Prozess, welcher die Struktur einer metallischen Oberfläche verändert. Durch das Auftragen von Phosphatkristallen, die sich chemisch an die Oberfläche binden, wird die Korrosionsbeständigkeit und die Lackhaftung deutlich verbessert.

Herkömmliche Phosphatierungen sind komplex und meist sehr kostspielig. Mehrere Wasch und Entfettungsvorgänge sind nötig, um die Oberfläche auf die Phosphatierung vorzubereiten. Danach folgen dann die Phosphatbäder, Passivierung, Spülung und zuletzt die Trocknung.

Bei der Dampfphosphatierung, kann man auf diese Bäder verzichten. Das Phosphat kann direkt mit dem Dampf auf die Oberfläche aufgetragen werden. Druck und Temperatur unterstützen diesen Prozess und durch die geringe Feuchtigkeit, sind die zu behandelnden Oberflächen schnell wieder trocken und können weiterverarbeitet werden. Der Ablauf der Dampfphosphatierung ist in der Regel wie folgt:

  1. Reinigung der Oberfläche mit Dampf und ggf. Reinigungsmittel / oder direkt mit Dampf und Waschphosphat
  2. Behandlung der Oberfläche mit Dampf und Phosphatmittel
  3. Kurze Einwirkphase
  4. Nachbehandlung nur mit Dampf
  5. Trocknung erfolgt durch hohe Temperatur des Dampfes